Wein & Gebäck
Bei der Kombination von Gebäck und edelsüßem Wein kann man so manche genüssliche Überraschung erleben!
Fakten
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5kg Kekse
verzehrt jede Person in Deutschland jährlich
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In 0,375 l-Flaschen
gibt es die kostbaren Beerenauslesen, Trockenbeerenauslesen und Eisweine.
Nicht nur die Adventszeit bietet eine große Auswahl liebevoll zubereiteter Plätzchen und Desserts, die mit Auslesen, Beeren- und Trockenbeerenauslesen oder Eisweinen ganz hervorragend harmonieren und ganz neue Geschmackserlebnisse hervorbringen.
Bei der Weinauswahl ist es wichtig, dass der Wein nicht nur die Vorzüge der Plätzchen unterstreicht, sondern auch selbst noch über ein möglichst breites Aromenspektrum verfügt.
Den traditionellen Christstollen gibt es in verschiedenen traditionellen Ausprägungen. Typisch sind Zutaten wie Orangeat, Zitronat und Rosinen, meist zuvor in Rum eingelegt, und geriebene Mandeln. Diese Weihnachtsspezialität geht eine wunderbare Allianz mit edelsüßen Riesling Beerenauslesen ein, die ebenfalls Noten von Dörrobst mitbringen. Marzipanstollen dagegen sucht im Wein eine extra-würzige Note. Hier spielt der Gewürztraminer als Beerenauslese oder Trockenbeerenauslese seine Stärken aus.
Der Plätzchenklassiker Vanillekipferl offenbart in Gesellschaft mit einer milden Weißburgunder Auslese mehr elegante, ja duftige Noten. Eine Brise Salz im süßen Gebäck macht übrigens das Geschmackserlebnis noch intensiver und wirkt sich wie ein Lockstoff für Aromen auch positiv auf die Kombination mit Wein aus.
Beerenauslesen, Trockenbeerenauslesen und Eisweine sind kostbar und werden daher überwiegend in kleinen 0,375 Literflaschen angeboten – gerade genug, um in kleiner Runde genüssliche Sternstunden zu erleben. Ihre Aromen entfalten diese Weine am besten, wenn sie nicht zu kühl in einem kleinen bauchigen Weißweinglas serviert werden.
Buttergebäck ist ein Klassiker für Puristen und in allen Formen beliebt. Das zarte Butteraroma und die feine karamellisierte Note vermählen sich ideal mit milder bis süßer Auslese vom Weißburgunder oder Silvaner. Ihre Frucht verleiht dem Miteinander eine elegante Note. Zu besonders luftigen Keksen bereitet auch ein halbtrockener bis milder Winzersekt eine ungewöhnliche, aber angenehme Überraschung.
Nussgebäck, zum Beispiel klassisches Spritzgebäck, aber auch Nussmakronen werden mit aromatisch gerösteten Haselnüssen zubereitet. Der passende Wein darf konzentriert und kraftvoll auftreten, um sich mit dem intensiven Aroma des Gebäcks zu messen. Reifere Riesling Beerenauslesen sind dazu ideal.
Kokosmakronen sind Meisterwerke aus Eiweiß, Zucker und Kokosraspeln. Ihr gradliniges Aroma verträgt sich ideal mit milder Weißburgunder-Auslese oder auch edelsüßer Beerenauslese. Das elegante, manchmal nussige Weinaroma verbindet sich sehr schön mit der Kokosnuss und ergibt so eine köstliche Allianz.
Gewürzschnitten enthalten neben Kakao die typischen warmen Weihnachtsgewürze wie Zimt, Muskatnuss und Gewürznelken. Eine Auslese der Sorte Gewürztraminer harmoniert hier im wahrsten Sinne des Wortes. Auch vollmundige milde bis süße Rotweine sind interessante Partner.
Zimtsterne sind weniger süß als allgemein angenommen. Mandeln und Zimt bestimmen den Geschmack, ein dekorativer Zuckerguss verleiht dem Ganzen süßen Schmelz. Sie lassen sich gerne von edelsüßen Beerenauslesen der Sorte Grauburgunder begleiten. Sie unterstreichen die herbe Note im Gebäck.
Lebkuchen ist an sich schon eine aromatische Symphonie. Ob als Honigkuchen oder Pfefferkuchen – typisch ist ein intensives Aromenspiel von Gewürznelken, Koriander, Muskatnuss, Piment und Zimt, jeweils abgerundet mit Honig. Mit dieser Honignote korrespondiert ein edelsüßer Gewürztraminer oder eine Scheurebe Beerenauslese ideal. Sie greifen die opulente Würze auf und fügen noch eigene interessante Noten hinzu.
Früchtekuchen ist pure Opulenz. Hergestellt aus getrockneten Früchten, wie Aprikosen, Backpflaumen, Feigen und Nüssen, gewürzt mit Weinbrand und garniert mit Maraschinokirschen – eine absolute Spezialität in der Weihnachtszeit. Eine Riesling Trockenbeerenauslese greift diese typischen Trockenfruchtaromen wunderbar auf und harmoniert angenehm mit seiner Süße.
Zu welcher Zeit im Jahr wird der Begriff "Wein" am häufigsten gegoogelt?
Knapp vor den Weihnachtsfeiertagen schnellen die Suchanfragen für "Wein" bei Google zuverlässig jedes Jahr in die Höhe. Übrigens: Die Suchanfragen für das Thema "Fasten" vervielfachen sich genauso zuverlässig jedes Jahr kurz nach Weihnachten.
Rebsorten
Weitere Rezeptideen
an Pfifferling-Zwiebellauch, dazu Kartoffel-Flammkäseragout in der Grilltomate Kotelette vom Hunsrücker Kalb
an Pfifferling-Zwiebellauch, dazu Kartoffel-Flammkäseragout in der Grilltomate
- 4 x 300 Gramm Kotelettes
- 250 Gramm Pfifferlinge
- 4 große Kartoffeln
- 2 große Grilltomaten
- 180 Gramm Flammkäse
- 50 Gramm Knollensellerie
- 200 ml Spätburgunder
- 200 ml Sahne
- 50 Gramm Butterschmalz
- 2 EL Butter
- 1 EL Rapsöl
- 6 Stück Lauchzwiebeln
- 1 kleine Knoblauchzehe
- je 1 Zweig Thymian & Rosmarin
- je 1 TL Majoran & Oregano
- nach Belieben Salz & Pfeffer
Die Kartoffeln, den Sellerie und die Knoblauchzehe schälen, den Knoblauch zerstoßen, Kartoffeln und Sellerie in kleine Würfel schneiden. In einer Kasserolle das Rapsöl erhitzen, die Kartoffel- und Selleriewürfel dazugeben, kurz anschwitzen und mit ⅔ der Sahne auffüllen. Mit Salz, Pfeffer und dem gestoßenen Knoblauch abschmecken und ca. 6 Minuten leicht köcheln lassen. Oregano, Majoran,
etwas Thymian und den gewürfelten Flammkäse dazugeben und sofort vom Ofen nehmen.
Die Kalbskoteletts mit Pfeffer würzen, in der Pfanne im heißen Butterschmalz ca. 3 bis 4 Minuten auf beiden Seiten anbraten und anschließend bei 160 Grad im Ofen 8 – 9 Minuten garen. Das Fleisch danach kurz ruhen lassen.
Die Grilltomaten halbieren, aushöhlen, auf ein Backblech setzen und mit dem Kartoffel-Flammkäseragout füllen. Das Backblech ca. 6 – 7 Minuten zu den Koteletts in den Ofen geben. 1 EL Butter und den Rosmarinzweig in den Bratansatz geben, mit dem Spätburgunder ablöschen, etwas einreduzieren lassen und mit der restlichen Sahne verfeinern. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Pfifferlinge und die Lauchzwiebeln putzen. Die Lauchzwiebeln gut waschen, in 5 cm große Stücke schneiden, in Salzwasser kurz blanchieren und in Eiswasser abkühlen. 1 EL Butter in einer Pfanne erhitzen, die Pfifferlinge dazu geben und 2 – 3 Minuten anschwitzen Die Lauchzwiebeln und den restlichen Thymian dazu geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Riesling (trocken)
im Bacon-Mantel Lamm
im Bacon-Mantel
- 4 Stück Lammlachse à 150 g
- 4 Scheiben Bacon
- 0,1 Liter Wein
- 0,3 Liter Gemüsebrühe
- 1 kleine Schalotte
- 20 Gramm Butter
- 4 EL Olivenöl
- je 2 Zweige Thymian, Rosmarin, Salbei
- nach Geschmack Salz & Pfeffer
Die Lammlachse mit Pfeffer würzen und 2 EL Olivenöl ins Fleisch einmassieren. Thymian, Rosmarin und Salbei sehr fein hacken und das Fleisch in den Kräutern wälzen. Einige Stunden im Kühlschrank marinieren.
Das Fleisch mit den Baconscheiben umwickeln im restlichen Olivenöl von allen Seiten scharf anbraten. Ca. 4 Minuten pro Seite bei kleinerer Hitze weitergaren (die Gardauer hängt von der Dicke der Lammlachse ab – am besten eine Druckprobe machen). Danach in Alufolie einschlagen und im Backofen bei 80 °C ruhen lassen – so bleiben sie saftig und innen leicht rosa.
Dazu passt Bärlauch-Risotto.
- Dornfelder (trocken)
mit Honig und Thymian Ziegenkäsetürmchen
mit Honig und Thymian
- 1 großer Apfel
- 1 Rolle Ziegenkäse
- 4 Scheiben Bacon
- 4 TL Honig
- 1 TL Thymian
- 4 Blätter Eichblattsalat
- frische Zweige Thymian zum Garnieren
- nach Belieben Salz & Pfeffer
Den Grill auf höchster Stufe vorheizen.
Die Baconscheiben ohne Fett in einer beschichteten Pfanne knusprig ausbraten und auf einem Stück Küchenkrepp abtropfen lassen. Das ausgelassen Fett in der Pfanne lassen.
Den Apfel waschen, mit einem Kernbohrer entkernen und dann ungeschält in vier, ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Die Apfelscheiben im verbliebenen Speckfett langsam knapp gar braten, dabei mit einer Messerspitze den Garheitsgrad prüfen. Die Apfelscheiben in eine leicht gefettete Auflaufform setzen, mit Thymian bestreuen, darauf jeweils eine kross gebratene Speckscheibe legen.
Den Ziegenkäse in 4 Taler teilen und jeweils einen Taler auf jede Apfelscheibe legen, noch einmal mit Thymian bestreuen und mit je 1 TL Honig beträufeln.
Unter dem Grill so lange gratinieren, bis der Käse leicht bräunt.
Die Ziegenkäse-Apfeltürmchen auf einem Salatblatt oder nach Belieben auf einem Salatbett servieren (dann ein honigbetontes Dressing zugeben)
- Dornfelder (halbtrocken & feinherb)
mit Bulgur Kohl-Eintopf
mit Bulgur
- 200 Gramm Zwiebeln
- 1 ganze Knoblauchzehe
- 800 Gramm Spitzkohl
- 200 Gramm Möhren
- 400 Gramm festk. Kartoffeln
- 1 EL Kümmelsaat
- 1,5 Liter Gemüsefond
- 5 EL Olivenöl
- 2 EL Tomatenmark
- 2 EL edelsüßes Paprikapulver
- 3 TL Honig
- nach Belieben Salz & Pfeffer
- 120 Gramm grobe Bulgur
- 1 Bund Petersilie
- 4 Stiele Minze
- 1 ganze Zitrone
- 2 ganze Äpfel
- 3 EL Obstessig
Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln. Kohl putzen, waschen, vierteln, den Strunk entfernen, Kohlviertel grob schneiden. Möhren schälen, längs halbieren und in ca. 2 cm breite Stücke schneiden. Kartoffeln schälen und in ca. 2,5 cm große Stücke schneiden. Kümmel in einer Pfanne ohne Fett anrösten und beiseite stellen.
Gemüsefond in einem kleinen Topf erhitzen. 3 EL Öl in einem großen Topf erhitzen, Kohl darin 10-15 Minuten bei starker Hitze dunkelbraun anbraten und aus dem Topf nehmen.
Restliches Öl in den Topf geben. Zwiebeln und Knoblauch darin glasig dünsten. Kartoffeln und Möhren zugeben und 3-4 Minuten unter Rühren anbraten. Tomatenmark und Paprikapulver zugeben und unter Rühren andünsten. Kohl, Honig und Kümmel zugeben, mit heißem Gemüsefond auffüllen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Aufkochen und 45 Minuten zugedeckt garen. 20 Minuten vor Ende der Garzeit Bulgur zugeben.
Äpfel vierteln, entkernen, in ca. 1 cm große Würfel schneiden, 10 Minuten vor Ende der Garzeit zugeben. Kräuterblätter abzupfen, mittelfein hacken. Zitrone waschen, abtrocknen, Schale fein abreiben, mit den Kräutern mischen. Eintopf mit Essig, Salz und Pfeffer abschmecken, mit den Kräutern bestreut servieren.
Tipp: Der Spitzkohl muss wirklich richtig stark und dunkel angebraten werden, damit die Röstaromen gut herauskommen.
- Spätburgunder (trocken)
- Trollinger (trocken)