Regionen stärken Zusammenarbeit - Kooperationen angedacht
Beim vierten Workshop der Gebietsweinwerbungen am 27. und 28. März in Bad Neuenahr-Ahrweiler standen Herausforderungen im globalisierten Weinmarkt sowie Strategien überregionaler Zusammenarbeit im Mittelpunkt.
Repräsentanten von zehn der 13 Gebietsweinwerbungen – Ahr, Baden, Franken, Mittelrhein, Mosel, Nahe, Pfalz, Rheinhessen, Rheingau und Saale-Unstrut – tauschten sich über Vermarktungsstrategien, Weintourismus, den Einsatz von KI-Systemen, Kooperationsmöglichkeiten innerhalb und außerhalb der Branche sowie die Finanzierung gemeinsamer Projekte aus. Wünsche an die kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem gremiengesteuerten Deutschen Weininstitut (DWI) wurden ausgetauscht.
Öffentliche Wahrnehmung für Weine aus den deutschen Regionen
Unter dem Motto "Keine Angst vor dem weißen Blatt" wurde ein gemeinsames Ziel formuliert: Die Entwicklung und Umsetzung gebietsübergreifender Maßnahmen, um den deutschen Wein und seine regionale Vielfalt nachhaltig in der öffentlichen Wahrnehmung zu verankern. An dem positiven Image des Kulturgutes Wein soll in bewährter Zusammenarbeit mit der Deutschen Weinakademie (DWA) kontinuierlich gearbeitet werden. Die regionalen Marketingorganisationen formulieren ihr Ziel, die Einzigartigkeit der 13 deutschen Weinanbaugebiete als wertvolle Kulturlandschaften mit Genuss und Lebensqualität zu verknüpfen.
Gemeinsam stark: Ressourcen bündeln
Weitere Themen des Workshops waren die Anpassung an neue Regularien und Sicherheitskonzepte bei Veranstaltungen im Außenbereich sowie der künftige gemeinsame Auftritt auf der internationalen Fachmesse ProWein.
"Wir bündeln unsere Interessen und Ressourcen, um den Marktanteil des deutschen Weins im eigenen Land zu sichern und weiter auszubauen. Die Gelder der Winzerinnen und Winzer aus den Anbaugebieten sollen dabei möglichst effektiv und zielgerichtet eingesetzt werden", so das gemeinsame Fazit der Teilnehmer.
Nächster Workshop 2026 im Anbaugebiet Pfalz
Die vereinbarten Maßnahmen sollen in den kommenden Wochen mit klar verteilten Zuständigkeiten umgesetzt werden. Koordiniert wird der Prozess vom diesjährigen Gastgeber, der Ahrwein e.V. Das nächste Treffen der Gebietsweinwerbungen findet im Februar 2026 in der Pfalz unter der Leitung der Pfalzwein e.V. statt.