Syrah / Shiraz

Die Rebsorte Syrah, die außerhalb Europas meist als Shiraz bezeichnet wird, stammt vermutlich aus dem Rhône-Tal und wird überwiegend in Frankreich, aber auch in Australien oder Argentinien angebaut.

Fakten

  • 139 ha

    Rebfläche 2023

Anbau und Bedeutung

Die Rebsorte Syrah, die außerhalb Europas meist als Shiraz bezeichnet wird, stammt vermutlich aus dem Rhône-Tal und wird überwiegend in Frankreich, aber auch in Australien oder Argentinien angebaut. In Deutschland waren 2023 etwa 139 Hektar mit dieser Rebe bestockt. Syrah ist sehr empfindlich gegenüber Kälte und Nässe in der Blütezeit. 

Hervorgegangen ist die Rebsorte aus einer Kreuzung der beiden alten französischen Sorten Dureza und Mondeuse Blanche. Shiraz wird sortenrein, oft aber auch als Bestandteil in Verschnittweinen angeboten.Zahlreiche Spitzen-Cuvées aus der ganzen Welt weisen einen Anteil Shiraz auf – beispielsweise der Châteauneuf-du-Pape.

Ausbau und Geschmack

Typisch für den Syrah ist sein unverwechselbares Johannisbeeraroma, er lässt aber auch Nuancen von Pflaume, Veilchen und Brombeere erkennen. Die Rotweine sind von tiefdunkler Farbe und weisen sowohl fruchtige als auch würzige Noten auf. Dank der kräftigen Tannine bringen sie ein enormes Alterungspotenzial mit. Syrahweine harmonieren sehr gut zu kräftigen Fleischgerichten wie Wild oder Rind.

Auf einen Blick

  • Natürliche Kreuzung aus den sehr alten Sorten Mondeuse Blanche und Dureza
  • Aroma: Himbeeren, schwarze Johannisbeeren, Erdbeeren und Veilchen, gepaart mit Noten von Paprika und grünem Pfeffer
  • Geschmack:
    Syrah-Stil (Frankreich): elegante, würzige Weine, gerbstoffarm
  • Shiraz-Stil (Australien): weiche, voll, gerbstoffmild

Welchen berühmten Verwandten hat der Syrah/Shiraz?

Entstanden aus der Kreuzung zwischen Mondeuse Blanche und Dureza, befindet sich der berühmte Verwandte des Syrah/Shiraz noch nicht in der Elterngeneration. Geht man aber etwas weiter zurück, ist der Syrah/Shiraz wahrscheinlich ein Urenkel des Spätburgunders!