Alkoholfreie Weine und Sekte
Obwohl sie zu den kleinsten Segmenten in der Weinbranche zählen, wächst die Nachfrage nach entalkoholisierten Weinen.
Fakten
-
< 1 %
Marktanteil
-
15 %
Bekanntheit
-
< 0,5 % vol.
Alkohol
Das Angebot entalkoholisierter Weine und Sekte von Weingütern, Winzergenossenschaften und Handelskellereien hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Auch geschmacklich haben sich die entalkoholisierten Weine positiv weiterentwickelt.
Zahl der Produzenten steigt
Die Suche nach Weinerzeuger/innen, die Alkoholfreie Weine, Sekt oder Secco anbieten, liefert inzwischen über 60 Ergebnisse (2022).
Geringer Bekanntheitsgrad
Dem Trend nach entalkoholisierten Weinen und Schaumweinen folgend hat das Marktforschungsinstitut Nielsen im Frühjahr 2020 eine Verbraucherbefragung zum Konsum entalkoholisierter Weine und Sekte durchgeführt.Unter den insgesamt 16.883 befragten Personen aus dem Nielsen Haushaltspanel war vergleichsweise wenig bekannt, dass es auch Wein ohne Alkohol gibt. Nur 15 Prozent der Befragten kannten alkoholfreien Weißwein, zwölf Prozent die rote und neun Prozent die roséfarbene Alternative. Von diesen Personengruppen hatte jeweils rund ein Viertel die angegebene alkoholfreie Weinart schon einmal getrunken. Bei alkoholfreien Schaumweinen war der Bekanntheitsgrad mit 53 Prozent deutlich größer. Nahezu zwei Drittel der Personen, die alkoholfreie Sekte kannten, hatten sie auch schon konsumiert.
Herstellung alkoholfreier Weine
Um alkhoholfreie Weine herzustellen, muss zunächst ein Wein hergestellt werden, dem danach der Alkohol wieder entzogen wird. Dies geschieht mittels Vakuumdestillation.
Bei erniedrigtem Druck wird die Siedetemperatur der zu trennenden Flüssigkeit auf bis zu 30 Grad verringert, sodass der Alkohol schonend entzogen werden kann.
Alkholfreier Wein durchläuft also die gleichen Entwicklungstufen wie normaler Wein und enthält auch nach der Alkoholreduktion viele der ursprünglichen Aromastoffe, weist aber nur einen Alkoholgehalt von 0,5% oder weniger auf.
Wie schmecken alkoholfreie Weine?
Der Nielsen-Studie zufolge gaben einige Befragte an, in Bezug auf alkoholfreie Weine sehr zurückhaltend zu sein, obwohl sie die Produkte noch nie zuvor konsumiert hatten. Das mag mit Blick auf die frühere Herstellung alkoholfreier Produkte durchaus seine Berechtigung haben. Alkoholfreie Weine wurden hergestellt, indem man dem Wein den Alkohol unter erhöhten Temperaturen wieder entzog, wodurch der Wein einen Großteil seiner Aromenvielfalt verlor. In den letzten Jahren haben sich die alkoholfreien Weine durch den neuen Herstellungsprozess geschmacklich deutlich weiterentwickelt. Als Grundweine werden häufig Bukettsorten wie Sauvignon Blanc oder Gewürztraminer verwendet. Dadurch erhält das Endprodukt ein intensives Fruchtaroma, was den fehlenden Alkoholanteil ein Stück weit kompensiert. Bei den Schaumweinen wird Kohlensäure zur geschmacklichen Kompensation eingesetzt.
Warum immer mehr Vebraucher auf Alkohol verzichten möchten
Bewusster Genuss und eine ausgewogene Lebensweise sind heute viel präsenter als früher. Auch der Faktor, dass alkoholfreie Weine oft deutlich weniger Kalorien enthalten, spielt bei der Beliebtheit alkoholfreier Produkte eine wichtige Rolle. Wer also bewusst auf Alkohol verzichten möchte, hat mit alkoholfreien Weinen und Sekten eine gute Alternative.
Gut zu wissen
Laut europäischem Lebensmittelrecht dürfen Sekt, Wein oder Bier als "alkoholfrei" deklariert werden, die maximal 0,5 Volumenprozent (% vol.) Alkohol enthalten. Die Höhe dieses Anteils am sogenannten Restalkohol ist von Getränk zu Getränk verschieden.
Podcasts: Alkoholfreie Weine und Schaumweine
Zur Herstellung von alkoholfreien Weinerzeugnissen gibt es die DWI-Podcasts "Alkoholfrei" (Episode 69), Alkoholfeier Wein" (Episode 46) und "Alkoholfreier Schaumwein" (Episode 30).
Wie groß ist der Marktanteil für entalkoholisierten Sekt?
Der Marktanteil von entalkoholisiertem Sekt liegt bei 7 Prozent.
Rebsorten
(Kunsttopffleisch) nach Art des Hauses „Kunschthäwwelfläsch“
(Kunsttopffleisch) nach Art des Hauses
- 1 kg Schweinekamm
- 2-3 ganze Zwiebeln
- nach Belieben Lorbeerblätter, ganze Nelken, gemahlener Kümmel, Pfefferkörner
- 500 ml Rivaner oder Silvaner
- nach Geschmack Salz & Pfeffer
Ein paar Tage vor der Zubereitung beim Metzger ein Stück Schweinekamm pökeln lassen. Alternativ den Schweinekamm selbst vor der Zubereitung salzen und pfeffern. Am Vortag den Schweinekamm mit einem scharfen Messer im Abstand von ca. 1,5 cm ein-, aber nicht ganz durchschneiden.
2 - 3 Zwiebeln schälen, halbieren und in Ringe schneiden. Lorbeerblätter, Nelken, Kümmel und Pfeffer bereitstellen. In die Einschnitte ein paar Scheiben Zwiebeln, eine Nelke, etwas gemahlenen Kümmel und Pfeffer und in jeden zweiten Einschnitt ein Lorbeerblatt legen. In einen großen Bratschlauch die restlichen Zwiebeln, ein bis zwei Nelken und ein Lorbeerblatt geben, das Fleisch darauf legen und den Weißwein angießen. Den Bratschlauch gut verschließen und das Fleisch über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.
Dann den Bratschlauch auf den kalten Backofenrost legen und ca. 1½ bis 2 Stunden bei 200 °C (Gas Stufe 4, Umluft 180 °C) garen lassen.
- Müller-Thurgau (halbtrocken & feinherb)
- Silvaner (halbtrocken & feinherb)
Weißer Spargel mit Pfannkuchen-Streifen Spargel mit "Kratzete"
Weißer Spargel mit Pfannkuchen-Streifen und Sekt-Buttersauce.
- 1kg Weißer Spargel
- 200g Mehl
- 4 Eier
- 150ml Milch
- 1TL Butterschmalz zum Braten
- 2EL Butter
- 1 Zitrone
- 1 Prise Zucker
- 1-3 Schnittlauchröllchen zum Garnieren
- 1 Für die Soße:
- 150g Butter
- 50ml Sahne
- 50ml Sekt
- etwas Salz und Pfeffer
Das Mehl mit den Eiern, der Milch und einer Prise Salz zu einem glatten Pfannkuchenteig rühren. 30 Min. quellen lassen.
Inzwischen den Spargel schälen und in Salzwasser mit 2 EL Butter und einer Prise Zucker bissfest garen. Gut abtropfen lassen und warm stellen.
Den Pfannkuchenteig portionsweise in heißes Butterschmalz
gießen. Wenn die Unterseite angebräunt ist, mit Hilfe einer Gabel in Stücke „kratzen“. Fertig braten, bis die Stücke goldgelb sind.
Für die Sekt-Buttersauce die Sahne aufkochen, leicht einkochen lassen und die kalten Butterstückchen (walnussgroß) einrühren. Den Sekt zugeben und mit Salz und Pfeff er abschmecken.
Spargel auf vorgewärmten Tellern anrichten. Kratzete dazugeben, mit der Sauce beträufeln und mit Schnittlauchröllchen garnieren.
Weinempfehlung:
Ein milder und trockener Gutedel oder ein filigraner Kabinettwein vom Riesling oder Weißburgunder.
- Gutedel (trocken)
- Riesling (brut)
- Grauburgunder (brut nature)
mit Bulgur Kohl-Eintopf
mit Bulgur
- 200 Gramm Zwiebeln
- 1 ganze Knoblauchzehe
- 800 Gramm Spitzkohl
- 200 Gramm Möhren
- 400 Gramm festk. Kartoffeln
- 1 EL Kümmelsaat
- 1,5 Liter Gemüsefond
- 5 EL Olivenöl
- 2 EL Tomatenmark
- 2 EL edelsüßes Paprikapulver
- 3 TL Honig
- nach Belieben Salz & Pfeffer
- 120 Gramm grobe Bulgur
- 1 Bund Petersilie
- 4 Stiele Minze
- 1 ganze Zitrone
- 2 ganze Äpfel
- 3 EL Obstessig
Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln. Kohl putzen, waschen, vierteln, den Strunk entfernen, Kohlviertel grob schneiden. Möhren schälen, längs halbieren und in ca. 2 cm breite Stücke schneiden. Kartoffeln schälen und in ca. 2,5 cm große Stücke schneiden. Kümmel in einer Pfanne ohne Fett anrösten und beiseite stellen.
Gemüsefond in einem kleinen Topf erhitzen. 3 EL Öl in einem großen Topf erhitzen, Kohl darin 10-15 Minuten bei starker Hitze dunkelbraun anbraten und aus dem Topf nehmen.
Restliches Öl in den Topf geben. Zwiebeln und Knoblauch darin glasig dünsten. Kartoffeln und Möhren zugeben und 3-4 Minuten unter Rühren anbraten. Tomatenmark und Paprikapulver zugeben und unter Rühren andünsten. Kohl, Honig und Kümmel zugeben, mit heißem Gemüsefond auffüllen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Aufkochen und 45 Minuten zugedeckt garen. 20 Minuten vor Ende der Garzeit Bulgur zugeben.
Äpfel vierteln, entkernen, in ca. 1 cm große Würfel schneiden, 10 Minuten vor Ende der Garzeit zugeben. Kräuterblätter abzupfen, mittelfein hacken. Zitrone waschen, abtrocknen, Schale fein abreiben, mit den Kräutern mischen. Eintopf mit Essig, Salz und Pfeffer abschmecken, mit den Kräutern bestreut servieren.
Tipp: Der Spitzkohl muss wirklich richtig stark und dunkel angebraten werden, damit die Röstaromen gut herauskommen.
- Spätburgunder (trocken)
- Trollinger (trocken)
mit Ziegenkäse Zucchini-Pfifferling-Salat
mit Ziegenkäse
- 2 ganze Zucchini
- 3 EL Rapsöl
- 1 kleine Schalotte
- 300 Gramm Pfifferlinge
- 1 Msp. gemahlener Piment
- 2 Bund Rucola
- je 1/2 Bund Kerbel u. glatte Petersilie
- je 3 EL Walnuss- u. Rapsöl
- 4 Stück Ziegenkäse-Taler
- 1 Prise Zucker
- nach Belieben Salz & Pfeffer
Salat:
Zucchini waschen, längs in dünne Scheiben hobeln. In eine Schüssel geben und mit dem Öl mischen.
Eine Grillpfanne erhitzen, Zucchini darin portionsweise goldbraun anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen, in eine Schüssel geben.
Schalotte schälen, fein würfeln. Pfifferlinge putzen, falls nötig waschen und trocken tupfen. Je nach Größe eventuell halbieren.
Schalotte in einer Pfanne glasig dünsten. Pfifferlinge zugeben, unter Rühren 3 Minuten kräftig anbraten. Mit Salz, Pfeffer und Piment würzen. Zu den Zucchini geben. Rucola waschen und trocken schleudern.
Dressing:
Kräuter waschen, trocken schütteln. Blätter abzupfen, mit beiden Ölsorten und Essig im Mixer oder mit dem Stabmixer fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Über den Zucchini-Pfifferling-Mix geben, mit Rucola locker mischen. Auf Tellern verteilen, Ziegenkäse darüberbröseln.
- Weißburgunder (trocken)